Von Sisyphos am 8. Februar 2010
In der Ausgabe vom 05.02.2010 des »Süddeutsche Zeitung Magazin« finde ich beim Durchblättern folgende Anzeige:

Ich stutze – das ist doch Knoblauch, was die junge Dame da genüsslich in den Mund führt! Da wird für Knoblauch aus Mexico geworben – gibt es den hier überhaupt zu kaufen?
Ich habe – ehrlich gesagt – noch nie auf das Herkunftsland bei Knoblauch geschaut und für Knoblauch zu werben, ist aus meiner Sicht nicht sehr ertragreich – ausser für die Firma, die die Werbung kreiert hat. Kurios, sehr kurios!
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Von Sisyphos am 6. Februar 2010
Während der letzten Wochen mit Schnee und Eis hat der Ein oder Andere sicher auf seinen Energieverbrauch geschaut. Wird es ein teuerer Winter? – wahrscheinlich, zumindest was Energiekosten betrifft. Passivhausbesitzer sehen dem wahrscheinlich gelassen zu. Wer sich für ein Passivhaus interessiert, findet Informationen im Passivhauskompendium 2010.

Die aktuelle Ausgabe des Passivhaus Kompendiums präsentiert unter anderem die Neuauflage einer Exklusivstudie zu den Mehrkosten eines Passivhauses im Vergleich zu konventionell, nach aktueller Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) gebauten Gebäuden. Im Interview mit dem Wissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker plädiert dieser für eine Effizienzrevolution und erzählt vom eigenen Passivhaus. In einem Extraheft werden die „Großen Passivhaus-Mythen“ erzählt und auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft. Ein Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe des Passivhaus Kompendiums liegt in der energetischen Sanierung von Wohngebäuden und Schulen. Beiträge namhafter Gastautoren befassen sich mit realisierten Passivhäusern und vielen Einzelaspekten des Passivhauses – von der Dämmung der Bodenplatte über Lüftungskonzepte bis zu den Wärmequellen für die Wärmepumpe. Ein umfangreicher Adressteil listet die wichtigen Hersteller und Lieferanten rund ums Passivhaus sowie die erfahrenen Architekten und Fachplaner auf.
Das 160 Seiten starke Passivhaus Kompendium 2010 kostet EUR 7,40 und ist im Zeitschriftenhandel erhältlich.
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Von Sisyphos am 1. Februar 2010
Das die Wahl nicht lautet: fades, geschmackloses Essen oder Fleisch auf den Teller, kann jeder, der sich vorurteilsfrei damit beschäftigt, schnell herausfinden. Es stimmt einfach nicht, wie ich selbst seit Jahren feststelle. Ernährung ohne Fleisch ist möglich, problemlos!
Aber es geht nicht nur um unser Essen, sondern auch um die Tiere, die in Folge des »das-Fleisch-muss-möglichst-billig-sein-Wahns« unter inakzeptablen Verhältnissen »produziert« werden.

Wer noch Information zu dem Thema sucht oder mitmachen will, das Anliegen der tierleidfreien Produkte zu unterstützen, sollte sich die Daten der diesjährigen Veggie Street Days vormerken: 17. Juli 2010 in Stuttgart und 14. August 2010 in Dortmund.
Auf diesem Street Day wird gezeigt, »wie groß die Bandbreite an tierleidfreien Produkten, vom Veggie-Burger über pflanzliche und tierversuchsfreie Kosmetik, bis hin zum lederfreien Schuh ist. Das große Angebot an Informations- und Verkaufsständen bietet dem Besucher die Möglichkeit, Neues zu entdecken und zu probieren. Dazu gibt es ein buntes Unterhaltungsprogramm mit vielen Künstlern, die sich bewusst für ein Leben ohne tierische Produkte entschieden haben und ihre positiven Erfahrungen teilen möchten.«
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Von Sisyphos am 30. Januar 2010
Ausser Urlaub am Meer und ab und an mal eine Strecke mit einer Fähre, habe ich keine Beziehung zum großen Wasser und somit auch nicht zu Bootsfahrten; schon garnicht zu einem eigenen Boot. Die jährlich in Düsseldorf stattfindende Messe boot Düsseldorf (23.1. bis 31.1.2010) habe ich auch noch nie besucht, obwohl nicht allzuweit entfernt.
Das sollte ich vielleicht doch mal tun, denn es gibt auch neben Nobelyachten Interessantes zu sehen. Der Verein »Solarwave – österreichische Gesellschaft für alternative Energiekonzepte« zeigt dort einen mit modernen Solarpaneelen und Elektromotoren ausgestatteten Katamaran, der emissionsfrei, geräuschlos und ohne Treibstoffkosten unterwegs ist. Windgeneratoren liefern ausreichend Energie in windreichen Gegenden.
Mit dem Boot sollen die Ozeane einmal rund um die Welt überquert werden. Die Crew wird über ein Jahr lang energieautark an Bord leben – kochen, kühlen, gefrieren, Wäsche waschen, Wasser erzeugen. Also dann – immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel! (So sagt man doch? Bei Katamaranen unter beide Kiele, oder?)
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Von Sisyphos am 27. Januar 2010
Am 21. Januar hat Ina bei Blogpatenschaften einen informativen Artikel zum Public Eye Award – der Preis den die Firmen gar nicht wollen gechrieben. Auch in diesem Jahr wollte ihn keiner freiwillig – bekommen hat den Preis in diesem Jahr der Pharmakonzern Hoffmann-La Roche.
Hoffmann-La Roche werfen die Initiatoren zum Beispiel vor, fragwürdige medizinische Versuche in China durchzuführen. Dabei teste das Unternehmen sein Medikament CellCept, das bei Organtransplantationen eingesetzt werde. La Roche, so die Kritiker, könne nicht ausschließen, dass auch Organe von Menschen verwendet würden, die zum Tode verurteilt wurden.
Für Profit tun sie alles. Aber entgegen dem Sprichwort stinkt Geld doch!
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Von Sisyphos am 24. Januar 2010
Ein selbsternannter Hoffnungsträger weniger:
Gesundheitsminister Philipp Rösler will noch in diesem Jahr versuchen, die Kosten im System zu senken. »Wir werden uns die Ausgabenseite sehr genau anschauen«, sagte Rösler dem Magazin »Der Spiegel«. Handlungsbedarf sieht Rösler zum Beispiel bei den Arzneimittelpreisen. Bei jedem Medikament müsse genau geschaut werden, ob Kosten und Nutzen in einem angemessenen Verhältnis stehen. Viele Krankenkassen haben finanzielle Probleme.
»Schöner« (und klischeehafter) hätte es Ula auch nicht sagen können.
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Von Sisyphos am 23. Januar 2010
Das Konzept ist faszinierend – es gibt keinen »Abfall«, sondern alles dient irgendwann wieder als »Nahrung«. So, wie die Natur uns das vormacht. Die Natur ist in diesem Sinne effektiv. Leuchtet ein. Kritiker gibt es natürlich auch.
Das es geht, zeigen Cradle to Cradle-Zertifizierungen für Produkte, die diesem Prinzip entsprechen. Die Fleisenfirma Mosa hat diese Zertifizierung erfolgreich bestanden. Das Unternehmen verwendet besondere Mischungsbestandteile und Materialien für seine Fliesen, damit diese über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg recycelt werden können und die Umwelt nicht belasten. Auch wurden Pilotprojekte gestartet, um den Fliesenabfall als Rohmaterial für neue Fliesen zu verwenden.
Im Großen das tun, was wir z.B. mit Papiersammeln im Kleinen machen. Das geht – entgegen der Kritik – sicher mit fast allen Dingen. Und da, wo es nicht geht, sollten wir stoppen, diese Dinge herzustellen!
Zur Ökoeffektivität und dem Cradle to Cradle-Prinzip:
Ökoeffektivität
Cradle to Cradle
Website von Prof. Braungart
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Von Sisyphos am 16. Januar 2010
Bei erlassjahr.de lese ich:
Unter welchen Bedingungen reiche Industrie- und Schwellenländer ärmeren Ländern Kredite gewähren und Schuldenzahlungen fordern, hat weit reichende Folgen für die Entwicklung. Verantwortliche Kreditvergabe kann Entwicklung fördern, und damit Armut reduzieren. Die Anhäufung unbezahlbarer Schulden hingegen macht eine eigenständige Entwicklungspolitik der Schuldnerländer unmöglich und vergrößert die Armut der betroffenen Völker.
Wohl war! Kredite können auch eine Waffe oder ein Mittel der Unterdrückung sein.

“erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung” ist ein breites gesellschaftliches Bündnis mit dem zentralen Ziel, ein faires und transparentes Schiedsverfahren umzusetzen, durch das ein Interessenausgleich zwischen Gläubigern und Schuldnern erreicht wird, mit dem beide Seiten leben können. Zu den bis heute über 1000 Mitträgerorganisationen gehören Landeskirchen, Diözesen, entwicklungspolitische Organisationen, Eine-Welt-Gruppen, Kirchengemeinden und Weltläden. erlassjahr.de ist eingebunden in ein weltweites Netzwerk von über 50 ähnlichen Kampagnen und Bündnissen.
Eine unterstützenswerte Initiative! Gerade in Zeiten der Finanzkrise! Die erste Welt sorgt sich um 0,5 Prozent Wachtstum mehr oder weniger – bei den Schuldnerländern geht es um die Existenz. Oder haben wir diese Länder schon abgeschrieben, so wie Haiti, und sind dann aber mit Spenden schnell bei der Hand, wenn es Naturkastrophen gibt. Das ist bequemer, als kontinuierliche Entschuldung und Entwicklungshilfe.
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Von Sisyphos am 13. Januar 2010
Cosan, der größte Zuckerproduzent Brasiliens, landet auf der schwarzen Liste des Arbeitsministeriums. Minderjährige wurden zu Schwerstarbeit eingesetzt. Der größte Anteil des exportierten Agrosprits geht derzeit in die EU. Nachhaltig produziert?
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Von Sisyphos am 12. Januar 2010
Im letzten Jahr stellte sich CSU-Landwirtschaftsministerin Aigner gegen den Willen ihrer CDU-Ministerkollegen und unterstützt (oder gedrängt) durch Protestaktionen gegen den Anbau von genmanipulierten Pflanzen. Seitdem wächst in Deutschland keine kommerziell angebaute Gentech-Pflanze mehr – ein schwerer Schlag für die Gentechniklobby.
Doch laut Koalitionsvertrag setzt die neue Regierung wieder auf einen Pro-Gentechnik-Kurs. Ministerin Aigner folgt den Vorgaben: Ende vergangenen Jahres stimmte sie im EU-Agrarrat dem Import einer weiteren Gen-Maissorte als Futtermittel zu.

In Kürze wird Ministerin Aigner im EU-Ministerrat darüber abstimmen, ob Gen-Mais wieder kommerziell angebaut werden darf. Und sie muss entscheiden, ob die EU-Richtlinie zur Nulltoleranz verwässert wird – so wie es CDU und FDP im Koalitionsvertrag vereinbart haben. Lebensmittel dürften dann ganz legal Spuren von nicht zugelassenen Gentech-Pflanzen enthalten. Das soll verhindert werden!
Wenn Ministerin Aigner das nächste Mal in ihrem Bundestagswahlkreis auftritt, will campact.de ihr möglichst viele Blaue Briefe überreichen. Schreib auch einen >>> Blauen Brief an die Ministerin, um die Aktion zu unterstützen!
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