Ausser Urlaub am Meer und ab und an mal eine Strecke mit einer Fähre, habe ich keine Beziehung zum großen Wasser und somit auch nicht zu Bootsfahrten; schon garnicht zu einem eigenen Boot. Die jährlich in Düsseldorf stattfindende Messe boot Düsseldorf (23.1. bis 31.1.2010) habe ich auch noch nie besucht, obwohl nicht allzuweit entfernt.
Das sollte ich vielleicht doch mal tun, denn es gibt auch neben Nobelyachten Interessantes zu sehen. Der Verein »Solarwave – österreichische Gesellschaft für alternative Energiekonzepte« zeigt dort einen mit modernen Solarpaneelen und Elektromotoren ausgestatteten Katamaran, der emissionsfrei, geräuschlos und ohne Treibstoffkosten unterwegs ist. Windgeneratoren liefern ausreichend Energie in windreichen Gegenden.
Mit dem Boot sollen die Ozeane einmal rund um die Welt überquert werden. Die Crew wird über ein Jahr lang energieautark an Bord leben – kochen, kühlen, gefrieren, Wäsche waschen, Wasser erzeugen. Also dann – immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel! (So sagt man doch? Bei Katamaranen unter beide Kiele, oder?)
Ohne Treibstoff und ohne Segel über die Weltmeere
Public Eye Award geht an Pharmakonzern Hoffmann-La Roche
Am 21. Januar hat Ina bei Blogpatenschaften einen informativen Artikel zum Public Eye Award – der Preis den die Firmen gar nicht wollen gechrieben. Auch in diesem Jahr wollte ihn keiner freiwillig – bekommen hat den Preis in diesem Jahr der Pharmakonzern Hoffmann-La Roche.
Hoffmann-La Roche werfen die Initiatoren zum Beispiel vor, fragwürdige medizinische Versuche in China durchzuführen. Dabei teste das Unternehmen sein Medikament CellCept, das bei Organtransplantationen eingesetzt werde. La Roche, so die Kritiker, könne nicht ausschließen, dass auch Organe von Menschen verwendet würden, die zum Tode verurteilt wurden.
Für Profit tun sie alles. Aber entgegen dem Sprichwort stinkt Geld doch!
Rösler ist auch nur Ula Schmidt-Double
Ein selbsternannter Hoffnungsträger weniger:
Gesundheitsminister Philipp Rösler will noch in diesem Jahr versuchen, die Kosten im System zu senken. »Wir werden uns die Ausgabenseite sehr genau anschauen«, sagte Rösler dem Magazin »Der Spiegel«. Handlungsbedarf sieht Rösler zum Beispiel bei den Arzneimittelpreisen. Bei jedem Medikament müsse genau geschaut werden, ob Kosten und Nutzen in einem angemessenen Verhältnis stehen. Viele Krankenkassen haben finanzielle Probleme.
»Schöner« (und klischeehafter) hätte es Ula auch nicht sagen können.
Fliesen auf Cradle to Cradle-Basis
Das Konzept ist faszinierend – es gibt keinen »Abfall«, sondern alles dient irgendwann wieder als »Nahrung«. So, wie die Natur uns das vormacht. Die Natur ist in diesem Sinne effektiv. Leuchtet ein. Kritiker gibt es natürlich auch.
Das es geht, zeigen Cradle to Cradle-Zertifizierungen für Produkte, die diesem Prinzip entsprechen. Die Fleisenfirma Mosa hat diese Zertifizierung erfolgreich bestanden. Das Unternehmen verwendet besondere Mischungsbestandteile und Materialien für seine Fliesen, damit diese über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg recycelt werden können und die Umwelt nicht belasten. Auch wurden Pilotprojekte gestartet, um den Fliesenabfall als Rohmaterial für neue Fliesen zu verwenden.
Im Großen das tun, was wir z.B. mit Papiersammeln im Kleinen machen. Das geht – entgegen der Kritik – sicher mit fast allen Dingen. Und da, wo es nicht geht, sollten wir stoppen, diese Dinge herzustellen!
Zur Ökoeffektivität und dem Cradle to Cradle-Prinzip:
Ökoeffektivität
Cradle to Cradle
Website von Prof. Braungart
Entwicklung und Armutsbekämpfung durch gerechte Finanzbeziehungen
Bei erlassjahr.de lese ich:
Unter welchen Bedingungen reiche Industrie- und Schwellenländer ärmeren Ländern Kredite gewähren und Schuldenzahlungen fordern, hat weit reichende Folgen für die Entwicklung. Verantwortliche Kreditvergabe kann Entwicklung fördern, und damit Armut reduzieren. Die Anhäufung unbezahlbarer Schulden hingegen macht eine eigenständige Entwicklungspolitik der Schuldnerländer unmöglich und vergrößert die Armut der betroffenen Völker.
Wohl war! Kredite können auch eine Waffe oder ein Mittel der Unterdrückung sein.
“erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung” ist ein breites gesellschaftliches Bündnis mit dem zentralen Ziel, ein faires und transparentes Schiedsverfahren umzusetzen, durch das ein Interessenausgleich zwischen Gläubigern und Schuldnern erreicht wird, mit dem beide Seiten leben können. Zu den bis heute über 1000 Mitträgerorganisationen gehören Landeskirchen, Diözesen, entwicklungspolitische Organisationen, Eine-Welt-Gruppen, Kirchengemeinden und Weltläden. erlassjahr.de ist eingebunden in ein weltweites Netzwerk von über 50 ähnlichen Kampagnen und Bündnissen.
Eine unterstützenswerte Initiative! Gerade in Zeiten der Finanzkrise! Die erste Welt sorgt sich um 0,5 Prozent Wachtstum mehr oder weniger – bei den Schuldnerländern geht es um die Existenz. Oder haben wir diese Länder schon abgeschrieben, so wie Haiti, und sind dann aber mit Spenden schnell bei der Hand, wenn es Naturkastrophen gibt. Das ist bequemer, als kontinuierliche Entschuldung und Entwicklungshilfe.
Biosprit?
Cosan, der größte Zuckerproduzent Brasiliens, landet auf der schwarzen Liste des Arbeitsministeriums. Minderjährige wurden zu Schwerstarbeit eingesetzt. Der größte Anteil des exportierten Agrosprits geht derzeit in die EU. Nachhaltig produziert?
Blauer Brief an Ministerin Aigner!
Im letzten Jahr stellte sich CSU-Landwirtschaftsministerin Aigner gegen den Willen ihrer CDU-Ministerkollegen und unterstützt (oder gedrängt) durch Protestaktionen gegen den Anbau von genmanipulierten Pflanzen. Seitdem wächst in Deutschland keine kommerziell angebaute Gentech-Pflanze mehr – ein schwerer Schlag für die Gentechniklobby.
Doch laut Koalitionsvertrag setzt die neue Regierung wieder auf einen Pro-Gentechnik-Kurs. Ministerin Aigner folgt den Vorgaben: Ende vergangenen Jahres stimmte sie im EU-Agrarrat dem Import einer weiteren Gen-Maissorte als Futtermittel zu.
In Kürze wird Ministerin Aigner im EU-Ministerrat darüber abstimmen, ob Gen-Mais wieder kommerziell angebaut werden darf. Und sie muss entscheiden, ob die EU-Richtlinie zur Nulltoleranz verwässert wird – so wie es CDU und FDP im Koalitionsvertrag vereinbart haben. Lebensmittel dürften dann ganz legal Spuren von nicht zugelassenen Gentech-Pflanzen enthalten. Das soll verhindert werden!
Wenn Ministerin Aigner das nächste Mal in ihrem Bundestagswahlkreis auftritt, will campact.de ihr möglichst viele Blaue Briefe überreichen. Schreib auch einen >>> Blauen Brief an die Ministerin, um die Aktion zu unterstützen!
Der Baum des Jahres 2010
Draussen ist es weiß, was auch seinen Reiz hat. Der Wechsel der Jahreszeiten mit ausgeprägten Unterschieden ist halt ein Merkmal unserer Region. Und wir haben zur Zeit Winter und Schnee und Kälte sind ein Merkmal dieser Jahreszeit. Aber nichts hindert uns daran, an die Zeit zu denken, in der die Natur wieder bunt wird.
Die Bäume mit ihren Blüten tragen wesentlich zur Buntheit des Frühlings bei, was mir gerade in unserer, von Obstbau geprägten, Region immer wieder ins Auge fällt.
Baum des Jahres 2010 ist die Vogel-Kirsche (Prunus avium L.) – nicht nur mit schönen Blüten im Frühjahr, sondern auch mit dem bunten Laub im Herbst bringt sie Farbe in unser Leben.
In Österreich hat man Bäume des Jahres 2010 – es sind die Wildobstbäume; Wildobstbäume, wie die Schneebirne, der Holzapfel, oder der Speierling sind stark gefährdet und gleichzeitig wichtige Lebensgrundlagen für andere Arten. Dazu passt die Vogelkirsche sehr gut.
NRW-Landesregierung stellt sich selbst an Pranger!
Die Landesregierung in NRW wird z.Zt. (noch?) von Parteien gebildet, die sich ja gerne als Vertreter von Markt und Wettbewerb bezeichnen – ganz besonders gilt dies für den gelben Teil. Wie so oft, klaffen hier Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander.
Genausowenig wie Rüttgers ein Arbeiterführer ist (er ist wohl sowieso der Einzige, der dies glaubt), ist die schwarz-gelbe Regierung ein Wettbewerbshüter. Dies bescheinigt sich sich jetzt quasi selbst durch das Ergebnis einer Studie, die sie in Auftrag gegeben hat.
Schwarz-Gelb in NRW blockiert die Stadtwerke und sichert so die marktbeherrschende Stellung der vier großen Energiekonzerne, sagt eine Studie der Landesregierung.
…
Die von NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) geführte Landesregierung hatte die Wirtschaftstätigkeit kommunaler Unternehmen vor zwei Jahren massiv eingeschränkt und war damit dem Motto “Privat vor Staat” des kleinen Koalitionspartners FDP gefolgt. Die kommunalen Stadtwerke dürfen seither nur nach aufwendigen Einzelfallentscheidungen außerhalb der eigenen Gemeindegrenzen tätig werden. “Die Stadtwerke könnten Hechte im Karpfenteich sein, aber wir erlauben ihnen nur, in kleinen Sektoren zu schwimmen”, kritisiert der Bochumer Gutachter Burgi.
»An ihren Taten sollt ihr sie erkennen.« Der Spruch passt auch hier.
Fundstellen [7]
In der Kategorie »Fundstellen« finden sich die Steinchen, die Sisyphos am Wegesrand im WWW findet. Nichts Weggeworfenes, sondern Bemerkenswertes – jedes auf seine Weise. Den Horizont erweitern, vielleicht Geistesblitze provozieren, zumindest Gedanken anregen können diese Steinchen. Wenn ich darüber stolpere, bringen sie mich auf andere Gedanken.
Unsere Regierungschefin
Elf Zeilen Authentizität über Angela Merkel bestätigen meine Einschätzung – sie setzt die unsäglichen Kohljahre fort. Bleierne Zeit.
Die zwölf besten Commonsbücher des Jahres
listet Silke Helfrich im CommonsBlog auf.
Wie herauskommen aus dem kapitalistischen Elend?
fragt benni auf keimform.de und liefert in seinem Artikel Ansätze für Transformationsstrategien.
Deine wichtigste Frage im Hinblick auf eine bessere Zukunft
Ulrike Reinhard hat ein Großprojekt angefangen und fordert uns zum Mitmachen auf. Um was geht es? Stelle Deine wichtigste Frage im Hinblick auf eine bessere Zukunft und trage Gedanken, Material u.ä. dazu bei. Den roten Faden bilden dazu 10 Kategorien, u.a. Bildung, Religion, Eine Welt, Ressourcenknappheit, etc.
Via BlogPatenschaften
Wo sind die Politiker, die die um sich greifende Islamophobie mit sachlicher Analyse kontern?
fragt tom-ate in seinem Artikel Und morgen die Scharia. Ja, wo sind sie?
Google als Stromhändler?
Es gibt Nichts, was Google nicht macht! Jetzt wird auch mit Strom gehandelt. Aber nicht, um die Welt zu retten, sondern um damit Geld zu verdienen.















